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Veröffentlicht: 22.12.2012

Weihnachtswünsche vom Kreisverband

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bald ist es wieder soweit – Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Ein Jahr ist also wieder vergangen und ein Neues erwartet uns. Mit allen Gewissheiten, aber auch Ungewissheiten, was die kommenden 365 Tage in 2013 mit sich bringen werden. Wir möchte die bevorstehenden Festtage zum Anlass nehmen, all denen, die in Beruf, Familie, Vereinen, Verbänden und Organisationen das Leben im Salzlandkreis mit gestalten und unserem Landkreis erst lebens- und liebenswert machen, für ihr Engagement herzlich zu danken. Wir würde uns freuen und möchte alle ermuntern, dieses Engagement auch im neuen Jahr fortzusetzen.

Wir stehen in unseren Kreis mit unseren Städten weiter vor großen Herausforderungen. Diese gilt es gemeinsam zu meistern, auch vor dem Hintergrund, der nach wie vor prekären Haushaltssituation der Kommunen. Der SPD Kreisverband sowie die SPD Stadtratsfraktion wird jedoch nicht den Kopf in den Sand stecken. Unser Ziel lautet „sparen und dennoch gestalten.Denn trotz der notwendigen und konsequenten Fortsetzung der Sparpolitik, sollen die Lebensadern der Stadt vital bleiben und die erforderlichen Einsparungen unter sozialen Gesichtspunkten vorgenommen werden.

Lassen Sie uns die bevorstehenden Feiertage auch zum Anlass nehmen, ein wenig inne zu halten, von den Sorgen des Alltags etwas Abstand zu gewinnen, um damit wieder Kraft zu schöpfen, der Zukunft und ihren Aufgaben entgegen zu sehen.

Wir wünsche Ihnen im Namen der SPD- Kreisvorstand und des SPD-Ortsvereine ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie für das neue Jahr vor allem Gesundheit, Erfolg und persön- liches Wohlergehen.

Ihr

Markus Bauer (Kreisvorsitzender)

Veröffentlicht: 22.11.2012

Hermann-Kasten-Preis 2012

Staßfurt l In einer Feierstunde in der Aula des Bildungszentrums Nord in Staßfurt, an der der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Eberhard Müller (SPD) und Staßfurts Oberbürgermeister René Zok teilnahmen, wurden die Fünftklässler der Sekundarschule Hermann Kasten offiziell als “Hermann-Kasten-Schüler” aufgenommen. Schulleiter Bernhard Polefka konnte dazu mit besonderer Freude die letzte noch lebende Enkelin des ehemaligen Staßfurter Bürgermeisters Hermann Kasten, Bärbel Döring aus Schönebeck, begrüßen.

“Es sind viele positive Eigenschaften von Hermann Kasten, die es wert sind, dass ihr ihm nacheifert”, rief der Schulleiter den Mädchen und Jungen, die als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu den Hermann-Kasten-Schülern eine Urkunde erhielten, zu. Die Schulleitung erwarte von ihnen Einsatzbereitschaft, Freude am Erreichten und die Tatsache, dass sie an einer Schule ohne Rassismus, an einer Schule mit Courage lernen, nicht aus den Augen zu verlieren. Zudem forderte Polefka die Fünftklässler auf, sich mit den Aufgaben, die Hermann Kastens Nachfolger, der heutige Oberbürgermeister zu erledigen hat, intensiv zu beschäftigen. Bärbel Döring reichte jedem der Schüler die Hand und wünschte sich von ihnen, dass sie stets für Toleranz und Weltoffenheit eintreten.

Das war auch das Motto des diesjährigen Hermann-Kasten-Preises, den der SPD-Kreisvorstand des Salzlandkreises zum wiederholten Mal ausgelobt hatte. In diesem Jahr ging der erste Preis an die ehemaligen Schüler der Klasse 6a der Sekundarschule Hermann Kasten und blieb damit in der Stadt. Ihr Projekt bestand aus drei Kurzfilmen. Im ersten wurde eine Erpressung dargestellt durch ein peinliches Handyvideo. “Den Opfern wird Geld abgenommen unter Androhung, das Video ins Internet zu stellen. Mit einer List und der Hilfe anderer Schüler gelingt es, das Video zu löschen und die Täter zur Einsicht zu bringen”, sagte das Mitglied des SPD-Kreisvorstandes. Nadine Schmidt, die die Laudatio hielt.

Im zweiten Film bekommt die Schulklasse eine neue Schülerin. Sie wird von einzelnen Schülern aufgrund ihrer Andersartigkeit gemobbt. Als eine Freundin die neue Schülerin bittet, alte Bilder aus New York auf ein soziales Netzwerk hochzuladen, macht das Mädchen den Fehler, ihre Fotos für jeden und nicht nur für ihre Freunde sichtbar zu machen. Die beiden Mobber laden sich das Bild runter, bekritzeln und hängen es in der Schule aus. Nach einem Gespräch mit einer Vertrauensperson bekommen sie dafür eine Strafe.

Im dritten Filmbeitrag wird ein Konkurrenzkampf zwischen zwei Jungs und einem Mädchen gezeigt. Als sich das Mädchen für einen von beiden entscheidet, ist der andere Junge so verletzt, dass er den Rivalen bedroht. Durch ein Gespräch zwischen den dreien schlichtet sich der Streit, und der Junge entschuldigt sich bei allen.

Über den zweiten Preis können sich die Schüler der jetzigen zehnten Klassen des Gymnasiums Stephaneum Aschersleben freuen. Sie beleuchteten in Workshops, welche Rolle der 9. November 1918, 1938 und 1989 in ihrer Heimatstadt Aschersleben gespielt hat. Die Auszeichnung nahmen stellvertretend Florian Helmecke und Niklas Bormann in Staßfurt entgegen.

Der dritte Preis ging in diesem Jahr an die ehemalige 6c der Sekundarschule Maxim Gorki in Schönebeck, von der aufgrund eines längerfristig geplanten Ausfluges niemand zur Verleihung nach Staßfurt kommen konnte.

“Die Schüler dieser Klasse fertigten ein Plakat über ihre Erlebnisse im Harz an und dokumentierten diese außerdem mit einem Film. Der Titel des Projektes lautete: ,Wir sind auf dem Weg’. Zusätzlich malten sie noch ein Bild von einem Fuchs und einem Igel, die mit Schwertern bewaffnet sind und in die Mitte des Bildes wurde das Gedicht ,Bewaffneter Friede’ von Wilhelm Busch geschrieben. Außerdem wurde eine riesige Schriftrolle gestaltet, die den Titel ,Vertrag für die Weltwohngemeinschaft’ trägt und auf der die Grundprinzipien eines friedlichen Miteinanders zu sehen sind”, berichtete Schmidt.

“Von den Schülern sind sehr gute und zeitnahe Themen gewählt worden”, lobte Staßfurts SPD-Stadtchef Michael Hauschild. Mittlerweile sei eine sehr gute Beteiligung von Schulen aus dem gesamten Salzlandkreis zu verzeichnen. Im Anschluss an die Siegerehrung versammelten sich die Schüler, Preisträger und Gäste am Ehrenmal für Hermann Kasten zu einer Schweigeminute.Dass ihr Opa, der 1933 von einem Gymnasiasten und SA-Mitglied erschossen wurde, so geehrt wird, findet Bärbel Döring sehr gut. “Ich bin sehr stolz darauf, dass man die Vergangenheit wachhält, denn es gibt so viele Tendenzen, die in die andere Richtung gehen”, sagte sie der Volksstimme.

Quelle: Volksstimme

Die Preisträger 2012:

1.Preis: Hermann Kasten Sekundarschule Staßfurt, Klasse 6a
Gewalt in den Medien
2.Preis: Gymnasium Stephaneum Aschersleben, alle 9. Klassen Workshops zum Thema 09.November (1918,1938 und 1989)
3. Preis Sekundarschule Maxim Gorki Schönebeck Elbe, Klasse 6c Wir sind auf dem Weg
Veröffentlicht: 22.11.2012

150 Jahre SPD sollen gefeiert werden

Im nächsten Jahr wird gefeiert. So zumindest hat es SPD-Urgestein Wulf Bohrmann vor. Es ist Parteigeburtstag. Die Sozialdemokratische Partei wird 150 Jahre alt. So alt wie keine andere parlamentarische Partei.Die regionale Geschichte soll dabei ebenso eine Rolle spielen wie jene in Deutschland. Die lange Geschichte ist nicht frei von Brüchen, wie Bohrmann sie nennt. Sei es der fehlende Mut vor den Kriegen oder bei dem Zusammenschluss in der russischen Besatzungszone zur SED. Doch die Erfolge, ob im Untergrund während der Kriege oder wenn es um Rechte der Frauen und Arbeiter ging, zählen ebenso zur Geschichte. Das alles soll sich widerspiegeln. So soll es keine Party der Selbstbeweihräucherung und Lobreden werden. Dazu gebe es Anlass genug, aber es seien nicht nur glänzende Zeiten gewesen, die die Sozialdemokraten durchmachten. “Die Partei hat Fehler gemacht und das kann man nicht wegwischen”, so Bohrmann. Bohrmann will auf alle Fälle thematisch vorgehen und in Zeitabständen die Geschichte mit Vorträgen untermauern. Seine Wunschliste ist interessant, was die Redner betrifft. Franz-Josef Möllenberg steht ganz oben. Möllenberg ist Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie ist nur zwei Jahre jünger als die SPD, die 1863 als Allgemeine Deutsche Arbeiterpartei in Leipzig gegründet wurde und 1875 sich mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei vereinigte. Vorläufer der NGG war der 1865 in Leipzig gegründete Allgemeine Deutsche Cigarrenarbeiter-Verein. Es war erstmals, dass sich Arbeiter organisierten und somit gilt die NGG als älteste Gewerkschaft Deutschlands. Doch auch CDU-Landtagsabgeordneter Jürgen Weigelt soll zu einem Thema etwas sagen, und den Linken-Bundestagsabgeordneten Jan Korte kann sich Bohrmann auch vorstellen. Ob er den einstigen SPD-Bundeschef Oskar Lafontaine an die Saale bekommt, ist freilich ungewiss. “Das wäre schon eine Nummer”, sagt Bohrmann, der Lafontaine seit 1968 kennt und den er zu seinen Freunden zählte. In letzter Zeit freilich, sei es etwas ruhig geworden, sagt Bohrmann. Wichtig für ihn sei, sagt er, dass im nächsten Jahr vielleicht einmal im Monat ein Vortrag zu einem wichtigen Thema oder einen historischen Zeitabschnitt gesagt werden kann. So will Bohrmann, der seine Vorstellungen gestern bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbandes mitteilte, es auch dem Landesvorstand vorschlagen.

Wulf Bohrmann

Veröffentlicht: 19.10.2012

Finanzminister Bullerjahn stellt Bericht an Stabilitätsrat vor

Finanzminister Jens Bullerjahn hat dem Kabinett am Dienstag den Bericht an den Stabilitätsrat vorgestellt. Mit dem Papier legt das Land nunmehr zum dritten Mal Rechenschaft vor dem Stabilitätsrat ab einem gemeinsamen Gremium von Bund und Ländern. Zur Beurteilung von aktueller Haushaltslage und Finanzplanung nutzt der Stabilitätsrat Kennziffern, die für Sachsen-Anhalt in der Gesamtschau nach den Berechnungen des Landes keine Auffälligkeiten zeigen. „Nach unserer Einschätzung droht dem Land damit nach den Maßstäben des Stabilitätsrates auch in diesem Jahr keine Haushaltsnotlage. Das ist für uns das wichtigste Ergebnis des aktuellen Berichtes“, sagte der Minister. Der Bericht wird Gegenstand der Beratungen des Stabilitätsrates im Herbst (voraussichtlich am 24.10.2012) sein. Dort wird dann auch endgültig die Haushaltslage des Landes beurteilt. Für Sachsen-Anhalt bedeutet das, dass das Land mit der Konsolidierung des Haushaltes auf dem richtigen Weg ist. Jens Bullerjahn erinnerte in diesem Zusammenhang an den aktuellen Doppelhaushalt 2012/2013: Danach will das Land bekanntlich bereits ab diesem Jahr ohne neue Schulden auskommen und ab 2013 in die Tilgung einsteigen. „Trotzdem werden wir bei unseren Konsolidierungsbemühungen nicht nachlassen“, sagte Jens Bullerjahn. Zur Unterstützung der Haushaltskonsolidierung erhält Sachsen-Anhalt bis 2020 insgesamt 720 Millionen Euro Konsolidierungshilfen von der bundesstaatlichen Gemeinschaft. Im Gegensatz zu den anderen vier Konsolidierungsländern Berlin, Bremen, Saarland, und Schleswig-Holstein musste Sachsen-Anhalt aber bislang kein Sanierungsprogramm mit dem Stabilitätsrat vereinbaren. Minister Bullerjahn machte in diesem Zusammenhang auch deutlich: „Das bisherige gute Abschneiden des Landes bedeutet nicht, dass diese positive Einschätzung ein Selbstläufer für die Zukunft ist. Dass das Land relativ gut abschneidet, liegt auch an der derzeit noch überproportional hohen Finanzausstattung.“ Der Rückgang der Hilfen von Bund und EU bis 2020 sowie die Einnahmeausfälle, die aus dem Bevölkerungsrückgang resultieren, engen die finanzpolitischen Spielräume schon heute erheblich ein. Hinzu kommt der viel zu hohe Schuldenstand des Landes.Für die weitere Konsolidierung des Landeshaushaltes sei es deshalb zwingend erforderlich, die beschlossenen Eckwerte für die nächsten Jahre einzuhalten, sagte der Finanzminister. „Nur dadurch kann der Konsolidierungspfad erfolgreich weiter beschritten werden.“ Hintergrund zum Stabilitätsrat: Der 2010 gegründete Stabilitätsrat ist ein gemeinsames Gremium des Bundes und der Länder zur Vermeidung von Haushaltsnotlagen. Seine Einrichtung geht auf die Föderalismusreform II zurück. Zusammen mit der Einführung der Schuldenbremse stärkt der Stabilitätsrat die institutionellen Voraussetzungen zur Sicherung langfristig tragfähiger Haushalte im Bund und in den Ländern. Der Stabilitätsrat überwacht gemäß Artikel 109a des Grundgesetzes regelmäßig die Haushalte des Bundes und der Länder. Er stellt fest, ob in einer Gebietskörperschaft eine Haushaltsnotlage droht. Ist dies der Fall, vereinbart er mit der betroffenen Gebietskörperschaft ein Sanierungsprogramm.

Hier finden Sie alle weiteren Foto´s

Quelle: BBGLive

Veröffentlicht: 10.10.2012

„Together for the Europe we need“

…lautete das Motto des Kongresses der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) am 28./29.9.2012 in Brüssel. Trotz einiger organisatorischer Herausforderungen aufgrund der kurzfristigen Verlegung des Kongresses von Bukarestnach Brüssel trifft das Motto sehr gut die Stimmung, die vom SPE-Kongress ausging.So lautet auch das Thema der einstimmig beschlossenen Resolution „Together for the Europe we need”. Diese gemeinsame Positionierung der sozial-demokratischen Parteien Europas ist eine gute Basis ein gemeinsames Wahlprogramm, das die Sozialdemokraten Europas zusammen entwickeln und mit dem sie zu den Europawahlen 2014 antreten wollen. Auch soll es einen gemeinsamen Spitzenkandidaten für das Amt des Präsidenten der EU-Kommission geben. „Wir sind die erste europäische Partei, die tatsächlich einen europäischen Wahlkampf führen wird, der in ganz Europa sichtbar sein wird mit gemeinsamen Botschaften und einem gemeinsamen Gesicht.”, heisst es in der Resolution. Als inhaltliche Schwerpunkte des Kongresses wurden natürlich die Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa diskutiert und die Notwendigkeit einer Politik, die auf Wachstum und Beschäftigung setzt – nicht nur auf Austerität. Der Kongress wählte den ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten Sergei Stanishev zum neuen Vorsitzenden als Nachfolger des Dänen Poul Nyrup Rasmussen sowie ein neues Präsidium. Martin Schulz, Präsident des europäischen Parlamentes, forderte in seiner progressiven, europäischen Rede ein Ende des „Casinokapitalismus“ und mahnte eine Politik an, in der die Demokratie und der Bürger und nicht der Markt im Vordergrund steht. Schulz erntete grossen Beifall mit seiner Rede in drei Sprachen, die viel Energie mit auf den Weg für das Engagement für ein sozialdemokratisches Europa gab.

Veröffentlicht: 29.09.2012

150 Jahre SPD sollen gefeiert werden

Im nächsten Jahr wird gefeiert. So zumindest hat es SPD-Urgestein Wulf Bohrmann vor. Es ist Parteigeburtstag. Die Sozialdemokratische Partei wird 150 Jahre alt. So alt wie keine andere parlamentarische Partei.Die regionaleGeschichte soll dabei ebenso eine Rolle spielen wie jene in Deutschland. Die lange Geschichte ist nicht frei von Brüchen, wie Bohrmann sie nennt. Sei es der fehlende Mut vor den Kriegen oder bei dem Zusammenschluss in der russischen Besatzungszone zur SED. Doch die Erfolge, ob im Untergrund während der Kriege oder wenn es um Rechte der Frauen und Arbeiter ging, zählen ebenso zur Geschichte. Das alles soll sich widerspiegeln. So soll es keine Party der Selbstbeweihräucherung und Lobreden werden. Dazu gebe es Anlass genug, aber es seien nicht nur glänzende Zeiten gewesen, die die Sozialdemokraten durchmachten. “Die Partei hat Fehler gemacht und das kann man nicht wegwischen”, so Bohrmann. Bohrmann will auf alle Fälle thematisch vorgehen und in Zeitabständen die Geschichte mit Vorträgen untermauern. Seine Wunschliste ist interessant, was die Redner betrifft. Franz-Josef Möllenberg steht ganz oben. Möllenberg ist Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie ist nur zwei Jahre jünger als die SPD, die 1863 als Allgemeine Deutsche Arbeiterpartei in Leipzig gegründet wurde und 1875 sich mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei vereinigte. Vorläufer der NGG war der 1865 in Leipzig gegründete Allgemeine Deutsche Cigarrenarbeiter-Verein. Es war erstmals, dass sich Arbeiter organisierten und somit gilt die NGG als älteste Gewerkschaft Deutschlands. Doch auch CDU-Landtagsabgeordneter Jürgen Weigelt soll zu einem Thema etwas sagen, und den Linken-Bundestagsabgeordneten Jan Korte kann sich Bohrmann auch vorstellen. Ob er den einstigen SPD-Bundeschef Oskar Lafontaine an die Saale bekommt, ist freilich ungewiss. “Das wäre schon eine Nummer”, sagt Bohrmann, der Lafontaine seit 1968 kennt und den er zu seinen Freunden zählte. In letzter Zeit freilich, sei es etwas ruhig geworden, sagt Bohrmann. Wichtig für ihn sei, sagt er, dass im nächsten Jahr vielleicht einmal im Monat ein Vortrag zu einem wichtigen Thema oder einen historischen Zeitabschnitt gesagt werden kann. So will Bohrmann, der seine Vorstellungen gestern bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbandes mitteilte, es auch dem Landesvorstand vorschlagen.

Wulf Bohrmann

Veröffentlicht: 20.09.2012

Bildung in „Kitas“ fördern – Sozialminister Norbert Bischoff in Aschersleben

Über fünfzig Erzieherinnen und Eltern haben am Bürgerforum zur Reform der Kinderbetreuung am 17. September 2012 im Aschersleber Bestehornhaus teilgenommen.
Arbeits- und Sozialminister Norbert Bischoff begann seine Vorstellung des Projekts mit der Feststellung, dass sich in den ersten Lebensjahren die Lernfähigkeiten entwickeln. Kinder bringen Neugierde mit. Hinzukommen müssen Erfolge und die Entwicklung des Selbstwertgefühls: „Was sie mit Freude machen, bleibt hängen.“ Bischoff brachte zum Ausdruck, wie sehr er die Arbeit der Erzieherinnen respektiert. Ein wesentlicher Aspekt der geplanten Reform ist die Erhöhung der für die Kinderbetreuung zur Verfügung stehenden Landesmittel. Das versteht sich in Zeiten der Haushaltskonsolidierung nicht von selbst. Von den zusätzlichen Mitteln werden 12 Mio. € darauf verwandt, den Ganztagsanspruch für alle Kinder wiederherzustellen, unabhängig vom Erwerbsstatus der Eltern. Die Erfahrung zeigt, dass Eltern, die keine Arbeit haben, mit der Erziehung ihrer Kinder oft (psychisch) überfordert sind.
Für alle Kinder sollen Kindereinrichtungen nicht nur Betreuungsstätten sein, sondern es geht auch um „Bildung elementar“. Damit dieses Anliegen besser verwirklicht werden kann, sieht der Gesetzentwurf der Landesregierung ein zusätzliches Stundenkontingent vor. Das kann in der jeweiligen Einrichtung flexibel eingesetzt werden. Das erweiterte Stundenkontingent eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten, sei es für die Vor- und Nachbereitung von Bildung, sei es für einen abgesenkten Betreuungsschlüssel. Die zusätzlichen Aufwendungen für „Bildung elementar“ sind mit 40 Mio. € sehr viel höher als die Kosten der Rückkehr zum Ganztagsanspruch für alle Kinder. Wichtig ist auch, dass über die Umsetzung in den Einrichtungen beraten wird.
Weitere Anliegen, die mit dem Gesetzentwurf der Landesregierung verfolgt werden, sind die finanzielle Entlastung von Mehr-Kind-Familien bei den Elternbeiträgen, auch im Interesse der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und die Erweiterung des Fachkräftebegriffs auf alle Berufe, die mit Kindheit und Pädagogik zu tun haben.
Als offene Frage wird z.B. diskutiert, wer auf kommunaler Ebene für die Planung und Sicherstellung der Kinderbetreuung zuständig sein soll, ob diese Aufgaben bei den Gemeinden oder Kreisen gebündelt oder weiterhin beiden kommunalen Ebenen zugeordnet sein sollen. Unstrittig ist dabei, dass weiterhin sowohl die Gemeinden als auch die freien Träger die Einrichtungen der Kinderbetreuung vorhalten können.
Zu den Fragen, die im Laufe des Bürgerforums kritisch erörtert wurden, gehört auch die nach der Dauer des Ganztagsanspruchs. Während der Gesetzentwurf von zehn Stunden ausgeht, gibt es auch Stimmen, die acht Stunden für ausreichend halten, ergänzt um eine zusätzliche Betreuungszeit für Kinder von Eltern, deren Berufstätigkeit einen zeitlichen Mehraufwand erfordert. Das würde aber einen erhöhten Verwaltungsaufwand mit sich bringen, und wiederum eine Unterscheidung zwischen Kindern berufstätiger und nicht berufstätiger Eltern, die ja aufgehoben werden soll.
Wer sich über den aktuellen Stand der Diskussion zu dem Gesetzesvorhaben informieren will, kann dies auf der Homepagewww.landtag.sachsen-anhalt.de tun. Der Gesetzentwurf der Landesregierung ist dort als Drucksache 6/1258 einzusehen, die erste Beratung im Plenarprotokoll 6/28. Auch das Protokoll der öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales am 12. September 2012 wird dort veröffentlicht.
(Foto: © Kurt Neumann)
Veröffentlicht: 15.09.2012

Unterstützer der Peter-Maffay-Stiftung machten am 08.09.2012 Station in Barby

Bürgermeister Jens Strube, Burkhard Lischka und Mitglieder des SPD-Ortsvereins Elbe-Saale begrüßen Manfred Kramer und Dieter Radke. Die zwei Radler aus Barbys Partnerstadt Schöppenstedt, sammeln auf ihrer Tour Spenden für die Peter-Maffay-Stiftung, welche sich für die Unterstützung misshandelter Kinder einsetzt. Am 8.September 2012 war Barby ein Etappenziel. Begleitet wurden sie von 6 Motorradfahrern. “Am folgenden Tag geht es weiter nach Dessau und dann Richtung Dresden, so Manfred Kramer. Im Frühjahr soll die insgesamt 1.850 km lange Tour nach Rumänien fortgesetzt werden. Die Vorsitzende des SPD Ortsvereins, Ilona Döring, lud zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt Barby, die Spendensammler in den alten Saal des Rathauses ein. Burkhard Lischka begrüßt die Aktion von Manfred Kramer und Dieter Radke und beteiligte sich mit einer Spende.

Presse-Echo in der Volksstimme vom 10.09.2012: “Zwei Niedersachsen sammeln Spenden für traumatisierte Kinder / Kalle und Puk helfen den Maffay-Radlern bei ihrem ersten Etappenziel in Barby”


Veröffentlicht: 15.07.2012

Bundestagsabgeordneter Burkhard Lischka spricht beim SPD-Kreisparteitag im Salzlandkreis

Aus der Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion berichtete Burkhard Lischka, der kein gutes Haar an der Arbeit der schwarz-gelben Koalition in Berlin ließ. “Das ist eine Gruppe Halbstarker, die zu jedem Thema streitet. Unser Land hat etwas besseres verdient.” Was Lischka damit meinte, war allen Genossen im Saal klar: “Es besteht die Chance auf einen Politikwechsel. Wir wollen ab 2013 jedenfalls kein Juniorpartner von Frau Merkel sein”, so Lischka

Veröffentlicht: 06.07.2012

Kreisparteitag wählt neuen Vorstand

Der Kreisverband der SPD im Salzlandkreis hat in Barby einen neuen Vorstand gewählt. Beim Kreisvorsitz bleibt allerdings alles beim Alten: Neuer und alter Vorsitzender ist Markus Bauer aus Nienburg/Saale, der auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde ist. Die 74 anwesenden Delegierten schenkten ihm mit mehr als 80 Prozent der Stimmen ihr Vertrauen für eine weitere Amtszeit; Gegenkandidaten gab es nicht. Bauer lobte in seiner Antrittsrede insbesondere den Einsatz der Kreis-SPD bei der Veräußerung der Salzlandkliniken. Die SPD schreibt es sich zugute, dass für das Klinikpersonal eine Beschäftigungssicherung erreicht und der Klinikstandort Staßfurt wieder mit Leben erfüllt werden konnte. Außerdem schwor er die Partei auf die kommenden Aufgaben ein. Insbesondere bei den Bundestagswahlen im Jahr 2013 will die SPD wieder Boden gutmachen. Dazu sei es nötig, auf die Bürger mit mehr Elan zuzugehen und für die politischen Ziele der SPD zu begeistern, so Bauer. Unterstützt wurde er darin von dem Magdeburger Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka. Der machte als einzig verbindendes Element der aktuellen Bundesregierung den Dauerstreit zwischen den Regierungsparteien von CDU und FDP aus. Er versprach, die SPD könne es besser und sei mit ihren Zielen wie der Bändigung des Banken- und Finanzwesens, dem Einsatz für einen Wachstumspakt auf europäischer Ebene und der Verhinderung von Lohndumping gut aufgestellt. Meinungsverschiedenheiten belasten derzeit auch die Arbeit der Landesregierung in Magdeburg. Rüdiger Erben, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Landtag, machte den Genossen aber Mut, dass die SPD ihre Wahlversprechen wie die Rückkehr zur Ganztagsbetreuung in den Kitas oder die Verabschiedung eines Vergabegesetzes mit sozialen und anderen Mindestvorgaben für öffentliche Auftragsvergaben durchsetzen werde.